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Oh b****r: wurde soeben von einem befreundeten, doch kritischen Kritiker darauf hingewiesen, dass der Protagonist meiner neuen Erzählung schwere Tendenzen zur "Mary-Sue" (beziehungweise, in der männlichen Variante, Murray Stu?) hat. Mary-what? Ein, wie ich mich belehren ließ, aus dem Fanfiction-Sprachgebrauch entlehnter Begriff für einen Über-Charakter, der mittels perfekter Kampftechnik, überragender Intelligenz und genereller Großartigkeit stets den Tag rettet, dabei noch bildschön anzusehen ist (und öfter mal darunter leidet) und einige weniger offensichtlich enervierende Züge aufweist, auf die man die eigene Figur hier http://limyaael.livejournal.com/168013.html abklopfen kann. Also, here we go...

The Name-Game: noch liegen wir gut voran, mein Chara und ich. Weder trägt er einen originellen "talking" Spitznamen, noch ist er nach einer mir bekannten existenten (historischen) Person benannt oder sonstwas. Allerdings heißt er "Stuart" mit Vornamen. Ohne Murray, möchte ich betonen. Oh well.

Äusserlichkeiten: tja, die ersten Punkte werden gesammelt, für mehrfache Beschreibung von Augenfarbe und Frisur, und den Umstand, dass zwei Damen der Gesellschaft und ein spöttelnder Gegenspieler langatmig die "dashing good looks" meines Protagonisten diskutieren.

Background der Figur: cheerio, noch mehr Punkte zu kassieren: ein auf hoher See verschollener Vater, eine frühverstorbene Mutter, Soapklischees ahoj. Zumindest ist er nicht integraler Bestandteil einer dunklen Prophezeihung. Wir können weiterhoffen.

Fähigkeiten: noch mehr Punkte für exzellente Kampf- und Strategiefähigkeiten und Mehrsprachigkeit, aber da er nicht noch dazu eine gute Singstimme hat und auch nicht zaubern kann, kann es nicht so schlimm sein. Says I.

Persönlichkeit und Beziehungen: d'accord, wir liegen ganz gut in dieser Kategorie, Fehler hat er ausreichend, schlechte Angewohnheiten auch, er bekehrt keinen Schurken, macht den einen oder anderen Fehler und ist nicht sonderlich beliebt. Eine wandelnde Mackensammlung. Hm. Ob das auch wieder ein Klischee ist? Und "love interests" gibt es auch in Hülle und Fülle. Cheerio.

Hah, ein interessanter Punkt: Sind die Wahrnehmungen der Charakters ident mit der objektiven Realität, fragt der Test. Wie beantwortet man diese Frage, wenn man aus erster Person schreibt? Und an objektive Realitäten zu glauben weigere ich mich, sogar und ganz besonders in meinen Erzählungen.

"Do all the women/men love him?" Hm. Zwei Ladies, ein Gentleman haben die Ehre sich in ihn zu verlieben. Aufgrund der Personaldichte der Geschichte keinewegs "alle", aber mehr als gesund, I would suspect. Weiter im Text: Draufgänger ist er, Schwierigkeiten bekommt er für seine Art allerdings genug, grübeln/nachdenken tut er selten und schon gar nicht über Dinge, die nicht seine Schuld sind, fürchten tut er sich selten (Mangel an Phantasie).

Letzte Kategorie, fast geschafft: Würde ich gerne mit meiner Figur ins Bett gehen? Wie bitte? Interessant, worüber man sich Gedanken machen kann. Nein. Oder? ;-) So ein eleganter Gentleman des 18.Jahrhunderts wäre sicherlich eine Bereicherung... solange man sich nicht an dem damaligen Hygenieverständnis stösst. Tue ich aber. Also - nein, nein, und nochmals nein.

Und die Auswertung besagt - noch mal mit einem blauen Augen davongekommen. Ein bisschen Klischee Murray-Stu ist er schon, der Junge, aber noch keine Katastrophe. Don't get carried away.

Was für eine Art, beinahe eine Stunde zu vergeuden. Amazing.

9.7.07 00:41


Beschäftigungstherapie

Et voilà, mein Blog: mein Blog, der seine Entstehung dem pfiffigen Ratschlag einer langjährigen Freundin verdankt - wenn dein Stimmungstief die Ausmasse des Mariannengraben angenommen hat, ist das Internet immer noch dein Freund. Insbesondere, wenn es darum geht zu spätnächtlicher Stunde deine erstaunlich aktiven Gehirnzellen beschäftigt zu halten (so du Skrupel hast rechtschaffene Mitmenschen zwecks Besprechung semi-relevanter Thematiken aus wohlverdientem Schlaf zu klingeln).

Blog, also. Blog ist gut, vor allem wenn frau jegliche Konzentration fehlt zu richtigem Schreiben - zum Verfassen von stilistisch halbwegs annehmbarer Prosa mit einem Minimum an nachvollziehbaren Plot, will sagen.

Blog ist in meinem Fall definitiv geeigneter als der zweite beschäftigungstherapeutische Ratschlag besagter Freundin, youtube nämlich, immerhin kann man sich hier tippend der Illusion hingeben, irgendetwas zu tun, das a) immer noch produktiver ist als die dillettantischen Versuche, verschiedene Clips zu gesamten Folgen von "Coupling" zusammzustückeln und b) moi nicht auf mässig subtile Weise vor Augen führt, dass es sich möglicherweise in der persönlichen kleinen Comedy meines Lebens ausgecoupled  hat, vorerst zumindest. Oh well.

 

8.7.07 23:44


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