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Narrenschiff

Setzt die Segel!

Werfen wir einen Blick in den Rückspiegel, auch wenn es uns schwerfällt, haben wir uns nicht schon lange dazu erzogen, nach vorne zu sehen, immer nach vorne, aber gehen wir es ruhig ein, das Risiko, stehen zu bleiben, zurückzuschauen - immer noch besser, als im Stand zu laufen.

Letzten Sommer also: da war ich im Begriff mich für ein halbes Jahr in die Niederlande zu verabschieden, da hatte ich den Vertrag für eine Romanveröffentlichung in der Tasche, das Versprechen der einen oder anderen Affaire, des einen oder anderen Abenteuers, und - nicht zu vergessen - eine halbwegs begonnene Diplomarbeit, ein halbwegs beendetes Studium.

Zumindest an letzterem hat sich nicht allzu viel geändert: Studium und Diplomarbeit müssen immer noch beendet werden, aber sonst: ich bin zurück in Wien, grundlos, eigentlich. Ich habe zwei Romanfragmente die zuende geschrieben werden sollten und die wehmütige Erkenntnis, dass ich niemals in der Lage sein werde, den verdammten, den altbekannten drei-Worte-Satz zu äussern, auch wenn er noch so angebracht wäre.

Wenn es mir jetzt nur gelänge, mich am Riemen zu reissen: schliesslich, was bewirkt es schon, sich in seiner selbstkonstruierten Quater-Life-Crisis zu suhlen, in der Perspektivenlosigkeit zu schwelgen? Warum nicht beginnen, Dinge zu tun? Wenn in psychischer wie emotionaler Hinsicht ohnehin gegenwärtig nicht mehr viel zu retten ist, warum sich dann so ausgiebig damit auseinandersetzen?

Sollte man nicht erst einmal die äusseren Faktoren in Ordnung bringen? Die Freiheit Vagabundendaseins aufgeben zu Gunsten der einen oder anderen "Kleinigkeit", die es da noch zu erledigen gibt?

Aye. That's it: Bis Anfang Oktober werde ich: mein verbleibendes universitäres Durcheinander geregelt haben (inklusive Prüfungsanmeldungen, Beendigung ausstehender Seminararbeiten und bürokratischen Wahnsinn), werde sowohl die Führerscheinprüfung bestanden als auch einen netten Nebenjob gefunden haben, werde ein ordentliches Stück weiter sein in einem der beiden Romanfragmente, werde begonnen haben, die verfluchte Diplomarbeit zu schreiben, werde... Whatever.

15.7.07 15:53


Ein verstörender Gedanke

Es gibt Tage, an denen ich nüchtern bin und mir trotzdem wünsche ein Leben zu führen, wie es in den beliebigen Hollywood-Soaps, die anzuschauen ich mich seit vielen Jahren standhaft weigere, propagiert wird: ich will auch das Recht haben, schiefgelaufene Tage bildschirmfüllend zu betrauern (ohne anschliessend mit rotgeheultem Zombieblick durch die Gegend zu taumeln, wohlgemerkt), ich will bedeutungsschwere Blicke und weiterwissende Freunde und warmherzige Mütter (in Ordnung, eine von letzterer Sorte würde schon genügen).

Was schiefgegangen ist? Ha, ha. Das Interview natürlich, goddamnit. So gründlich schiefgegangen wie noch keines davor (und, hopefully, keines jemals wieder). So dermaßen schiefgegangen, dass ich nicht darüber reden, nicht darüber schreiben werde.

Und wie reagieren die ausgewählten Personen, die ich noch beim Verlassen meines metaphorischen Waterloo telefonisch über meine Schmach in Kenntnis setze?

Freundin A: "Gehen wir Mittagessen?" (das, geneigte/r Leser/in, war die mit Abstand mitfühlendste Reaktion.)

Maman: "Also ich kenn sonst niemanden, der sowas zusammenbringt. Ist auch schon wieder ein Talent." (Bin ich über-optimistisch, wenn ich hier ein "ich bin stolz auf dich, Kind" hineinlese?)

Freund B: "Wenn du ein Interview machst, kannst du dir ja in Zukunft vorstellen, du gehst mit Jack Davenport einen Cocktail trinken" (Was.Bitte.Soll.Das.Auf.Deutsch.Heißen? Freund B konnte es mir nicht erklären, aber es ist immer wieder schön den irren Fangirlie-Stempel zu tragen. *wheeee*)

Ich werde das Telefonieren aufgeben. Gleich nach dem Interviewen.

11.7.07 22:14


Beschäftigungstherapie

Et voilà, mein Blog: mein Blog, der seine Entstehung dem pfiffigen Ratschlag einer langjährigen Freundin verdankt - wenn dein Stimmungstief die Ausmasse des Mariannengraben angenommen hat, ist das Internet immer noch dein Freund. Insbesondere, wenn es darum geht zu spätnächtlicher Stunde deine erstaunlich aktiven Gehirnzellen beschäftigt zu halten (so du Skrupel hast rechtschaffene Mitmenschen zwecks Besprechung semi-relevanter Thematiken aus wohlverdientem Schlaf zu klingeln).

Blog, also. Blog ist gut, vor allem wenn frau jegliche Konzentration fehlt zu richtigem Schreiben - zum Verfassen von stilistisch halbwegs annehmbarer Prosa mit einem Minimum an nachvollziehbaren Plot, will sagen.

Blog ist in meinem Fall definitiv geeigneter als der zweite beschäftigungstherapeutische Ratschlag besagter Freundin, youtube nämlich, immerhin kann man sich hier tippend der Illusion hingeben, irgendetwas zu tun, das a) immer noch produktiver ist als die dillettantischen Versuche, verschiedene Clips zu gesamten Folgen von "Coupling" zusammzustückeln und b) moi nicht auf mässig subtile Weise vor Augen führt, dass es sich möglicherweise in der persönlichen kleinen Comedy meines Lebens ausgecoupled  hat, vorerst zumindest. Oh well.

 

8.7.07 23:44





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